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Eltern werden zu Gärtnern

07.09.2017

Tolle Initiative von Angehörigen und Patienten als Dank für gute Betreuung

Sie haben die Kräuterbeet-Ecke aus ihrem Dornröschenschlaf wach gegärtnert und mit Tatkraft und tollen Ideen zu einem Ort des Wohlfühlens gemacht (v.l.n.r.) Elfriede Hildenbrand und Tochter Katharina, Marco Mersch, Thomas Wilke und Nadine Helwig mit dem kleinen Sohn sowie Peter und Robin Tobiasch. Bild: aj
Sie haben die Kräuterbeet-Ecke aus ihrem Dornröschenschlaf wach gegärtnert und mit Tatkraft und tollen Ideen zu einem Ort des Wohlfühlens gemacht (v.l.n.r.) Elfriede Hildenbrand und Tochter Katharina, Marco Mersch, Thomas Wilke und Nadine Helwig mit dem kleinen Sohn sowie Peter und Robin Tobiasch. Bild: aj

(Gailingen). Der kleine Platz, an dem das Kräuterbeet seinen Standort hat, ist nicht wieder zu erkennen. Aufgewertet mit einer knallroten Sitzgruppe, mit vielen schönen Gestaltungselementen, Neupflanzungen und gärtnerisch heraus geputzt, präsentiert sich der kleine Platz zwischen Frühreha und Schwimmbad. Möglich gemacht hat das eine engagierte Gruppe von Angehörigen von Patienten des Hegau-Jugendwerks (HJW), die hier rund drei Wochen lang Unkraut entfernten, Büsche zurück schnitten, vorhandene Pflanzen wieder ins rechte Licht rückten, neue pflanzten und mit vielen liebevoll gestalteten Elementen, die von zu Hause mitgebracht wurden, aus dem verwilderten Platz eine kleine einladende Wohlfühloase machten.

Das Engagement ist der zupackenden Art von Elfriede Hildenbrand zu verdanken, die mit ihrer Tochter Katharina bereits zum dritten Mal im Hegau-Jugendwerk zur Rehabilitation weilt. Um abzuschalten und auf andere Gedanken zu kommen, aber auch um ihre Dankbarkeit gegenüber der Einrichtung auszudrücken, hat sie sich aus eigenem Antrieb um die Kräuterbeet-Ecke gekümmert und sie aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Angesteckt von Elfriede Hildenbrands Tatkraft fand sich eine kleine Gruppe Angehöriger und Patienten, die zu einer eingeschworenen kleinen Schicksalsgemeinschaft, zu einer Großfamilie wurde, die sich mit viele Freude, Engagement und vielen kreativen Ideen nicht nur des Kräuterbeetplatzes, sondern auch noch des Therapiegartens hinter dem Frühreha-Gebäude annahm.

Zur Gruppe gehören Thomas Wilke und seine Partnerin Nadine Helwig mit dem kleinen Sohn Jean-Luca, Peter Tobiasch mit seinem Sohn Robin, Familie Christ aus dem Taunus und Rehabilitand Marco Mersch. Unterstützung gab es auch von Karl Hildenbrand und von der Schwester von Elfriede Hildenbrand, die einen großen Sonnenschirm beigesteuert hat. Jetzt gibt es im Gärtchen Tonschindeln, deren Aufschrift „herzlich willkommen“ heißen, aber auch darauf hinweisen, dass die Pflanzen ab und zu Wasser brauchen – gemacht für die Angehörigen, die in Zukunft einen Aufenthalt im HJW verbringen. Zu den auffordernden Worten gibt es eine kleine Gießkanne und eine kleine Hacke als Einladung, selber Hand anzulegen. Das Kräuterbeet lädt zudem zum Naschen an. Den kleinen Naschgarten hat Elfriede Hildenbrand frisch angelegt und sie freut sich darüber wie rege davon Gebrauch gemacht wird.

Doch nicht nur für die Angehörigen die zukünftig im HJW verweilen, sondern auch für die Mitarbeiter gab es ein Geschenk mit persönlicher Widmung und nicht ohne Hintergedanken. Für Anna Wehling, Phsyiotherapeutin in der Frühreha, gab es eine solide Hacke für die weitere Pflege, auf der sich das gesamte Gartenteam verewigt hat. Wehling freut sich über das Engagement der Gruppe, dank dessen sie jetzt wieder aus dem Therapieraum heraus einen freien Blick auf den Therapiegarten hat. Ein Anblick den Patienten und Mitarbeiter gleichermaßen zu schätzen wissen.

 
 
 

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