„Future Day“: Hegau-Jugendwerk startet neue Ausbildungsinitiative
Mit dem „Future Day“ als neues Ausbildungsangebot für Jugendliche will das Hegau-Jugendwerk (HJW) für soziale Berufe und für die eigene Einrichtung werben.
Presse
Schülerinnen und Schüler der Christlichen Schule Hegau waren zum Schuljahresende in das Hegau-Jugendwerk gekommen, um im Rahmen des neuen Ausbildungsprojektes „Future Day“ einen lebendigen Einblick in die Arbeit der Einrichtung und in verschiedene soziale Berufe zu erhalten. Im Bild sind auch Berufsorientierungslehrer Marc Breining und die Leiterinnen der Pflege sowie der Ergotherapie und Logopädie des HJW zu sehen (hintere Reihe). - Andrea Jagode
Autor
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Andrea Jagode
Stabstelle Unternehmenskommunikation, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Der erste „Future Day“ fand Anfang Juli statt und 15 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 bis 10 der Christlichen Schule im Hegau waren zusammen mit ihrem Berufsorientierungslehrer Marc Breining in das Hegau-Jugendwerk (HJW) gekommen, um einen authentischen Einblick in die Bereiche Pflege, Ergotherapie und Logopädie zu erhalten.
Barbara Martetschläger, Kaufmännische Direktorin des HJW, hatte zu Beginn des Tages die Jugendlichen zur ersten Veranstaltung dieser Art herzlich willkommen geheißen. Sie freute sich über das zahlreiche Interesse und betonte die Bedeutung und die Chancen sozialer Berufe. Das Arbeiten in sozialen Berufen wie beispielsweise in der Pflege, aber auch in der Ergotherapie und der Logopädie im Allgemeinen, und das Arbeiten im Hegau-Jugendwerk im Speziellen seien sehr sinnstiftend und befriedigend.
Bei einer Abschlussreflexion in Form einer Schreibwerkstatt, die Antje Tresp-Welte von der Wilhelm-Bläsig-Krankenhausschule leitete, fand die gelungene Halbtagsveranstaltung ein Ende. Die Reaktionen auf das neue Angebot waren rundum positiv. In der Reflexionsrunde gaben die Schülerinnen und Schüler spontane Ein-Wort-Statements ab von „Dankbarkeit“ und „Fürsorge“ über „Hoffnung“ bis „beeindruckt“.
Die HJW-Mitarbeitenden der Bereiche Pflege, Logopädie und Ergotherapie hatten zuvor in den rund 90-minütigen Einsätzen interessierte und aufgeschlossene Jugendliche erlebt, die mit ihren auch tiefer gehenden Fragen bei den Mitarbeitenden auf offene Ohren stießen. Am Ende waren sich alle einig: Das wollen wir wieder anbieten, der Future Day soll zur festen Einrichtung werden!
Authentischer Einblick in den Klinikalltag
Für die Schülerinnen und Schüler, so Marc Breining, bot das Programm einen guten Einblick in den Klinikalltag und in die verschiedenen Berufsfelder. Vor allem das Teilnehmen an Therapieeinheiten mit jungen gleichaltrigen Menschen, die mit einer schweren, lebensverändernden Erkrankung konfrontiert sind, hinterließ einen bleibenden Eindruck. Dass die Stimmung auf dem HJW-Campus und in den Therapien trotz der schweren Erkrankungen so positiv ist, überraschte manch Schülerin.
Der „Future Day“ wurde von Andrea Jagode, Unternehmenskommunikation, in Abstimmung mit Sabrina Disch (Leitung Ergotherapie), Nicole Franken (Leitung Logopädie) und Pflegedirektorin Petra Wirth als Nachfolgeprojekt für den Boys Day entwickelt, an dem das HJW in 2025 erstmalig erfolgreich teilgenommen hatte. Aber der Boys Day hatte auch gezeigt: Die Teilnehmer waren zu jung für die Schwere der Erkrankung der HJW-Patienten und viele am Schnupperangebot Interessierte mussten damals ausgeschlossen werden – Mädchen und das dritte Geschlecht. Das sei nicht mehr zeitgemäß, befand Andrea Jagode, und entwickelte deswegen ein neues, eigenes Format, das keinen ausschließt – der „Future Day“ war geboren. In der Christlichen Schule Hegau hat das Hegau-Jugendwerk einen Partner gefunden, dessen Leitbild gut zur eigenen Einrichtung passt.