Unterstützte Kommunikation - wir gehen den nächsten Schritt

Die Unterstützte Kommunikation (UK) ist im Hegau-Jugendwerk seit den 90er Jahren ein wichtiges Angebot. Sie ist bisher vor allem in der Schule als interdisziplinärer Arbeitsbereich fest etabliert. Das soll sich nun ändern.

Presse

Der Startschuss ist gefallen: Aus verschiedenen Bereichen des Hegau-Jugendwerks lassen sich 25 Mitarbeitende zur Fachkraft für Unterstützte Kommunikation ausbilden.

Der Startschuss ist gefallen: Aus verschiedenen Bereichen des Hegau-Jugendwerks lassen sich 25 Mitarbeitende zur Fachkraft für Unterstützte Kommunikation ausbilden. - Andrea Jagode

Autor

Andrea Jagode Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Hegau-Jugendwerk Gailingen

Andrea Jagode

Stabstelle Unternehmenskommunikation, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Die Unterstützte Kommunikation (UK) ist im Hegau-Jugendwerk seit den 90er Jahren ein wichtiges Angebot. Sie ist bisher vor allem in der Schule als interdisziplinärer Arbeitsbereich fest etabliert. Schon länger gibt es von der Klinikleitung den Wunsch, UK in der gesamten Einrichtung zu implementieren. Deswegen war eine Stabstelle geschaffen worden, die Lena Cometa, die u.a. auch Fachkraft für UK ist, ab Februar 2022 bis zu ihrer Babypause innehatte. Der Auftrag lautete: Interdisziplinäre Implementierung der Unterstützten Kommunikation in der gesamten Einrichtung. In ihrer ausgezeichneten Bachelorarbeit an der Katholischen Hochschule Freiburg (2021) hatte Lena Cometa aufgezeigt, dass eine inklusive Kommunikation im Gesundheitswesen einen maßgeblichen Einfluss auf die Qualität der Patientenversorgung und den Therapieerfolg hat.

Jetzt gehen wir den nächsten Schritt! Wir stärken unsere Fachkompetenz auf breiter Basis zum Wohl unserer Patient:innen und wollen damit ein Alleinstellungsmerkmal für unsere Einrichtung schaffen.

Das bedeutet: In einer Inhouse Schulung werden 25 Mitarbeitende des HJW aus den Bereichen Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie, Pflege, Berufstherapie, Sozialpädagogischer Dienst, Schule und Kindergarten in fünf Modulen nach den Vorgaben der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation zur Fachkraft für Unterstützte Kommunikation ausgebildet. Die Kursleitung hat Sabrina Beer von LogBUK, Praxis und Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation in Rosenheim, inne. Sie ist Logopädin und hat einen MSc. Neurorehabilitation.

Die jeweils zweitägigen Module finden ganztägig statt; drei Module werden in diesem Jahr und zwei im nächsten Jahr angeboten. Dieses Weiterbildungsangebot wird von Marcus Kaiser, Interdisziplinäre Therapieleitung, organisiert. Der Kontakt zur Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation mit Sitz in Köln kam über unsere beiden langjährigen UK-Expertinnen Ramona Biller und Nele Fischer zustande, die Marcus Kaiser auch fachlich beraten haben. Sie gehören zum bereits bestehenden UK Team, welches aus den verschiedenen Fachdisziplinen Pädagogik, Therapie und aus der Pflege besteht und sich wöchentlich zum interdisziplinären Austausch trifft.

Der Einführungskurs fand Ende Mai statt. Die weiteren Module (Aufbaukurse) beschäftigen sich beispielsweise mit grafischen Symbolen, Gebärden, technischen Hilfe und der Diagnostik. Es werden also Grundlagen, Fachwissen und Anwendung vermittelt. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung Ende März 2026 stehen dann 25 weitere UK-Fachberater im HJW zur Verfügung.

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