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Exoskelett-gestütztes Gangtraining
Mit dem exoskelett-gestützten Gangtraining erweitert das Hegau-Jugendwerk sein physiotherapeutisches Angebot um eine innovative Therapieform für Kinder mit schweren motorisch neurologischen Einschränkungen. Das Exoskelett Atlas 2030 ermöglicht erste Schritte im aufrechten Gang und schafft neue therapeutische Möglichkeiten für Kinder, die nicht selbstständig stehen oder gehen können.
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Therapie mit dem Exoskelett für schwer betroffene Kinder
Mit dem Atlas 2030 kommt im Hegau-Jugendwerk ein speziell für Kinder entwickeltes Exoskelett zum Einsatz. Das Hegau-Jugendwerk ist die erste Klinik in Deutschland, die diese Technologie therapeutisch nutzt.
Das Exoskelett wird in der neuropädiatrischen Rehabilitation bei Rehabilitandinnen und Rehabilitanden im Alter von etwa 3 bis 10 Jahren eingesetzt – insbesondere bei schweren motorischen Einschränkungen (GMFCS Level 4).
Das System unterstützt Bewegungen vom Rumpf bis zu den Füßen und verfügt über acht motorisierte Gelenke, die ein physiologisches Gangbild fördern. Die Therapie wird individuell auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse des Kindes abgestimmt. Je nach Therapieziel sind unterschiedliche Formen des Trainings möglich:
aktives Gangtraining mit eigener Muskelbeteiligung
passiv geführte Bewegungsabläufe
individuelle Anpassung von Gangmuster und Trainingsintensität
Ein besonderer Vorteil ist die direkte Interaktion zwischen Therapeutinnen bzw. Therapeuten und Kind. Da sie sich vor dem Kind positionieren können, sind Blickkontakt und direkte Ansprache während der Therapie möglich. Das fördert Aufmerksamkeit, Motivation und die aktive Beteiligung.
Ganzheitliche Therapieeffekte
Das exoskelett-gestützte Gangtraining wirkt sich nicht nur auf die Gehfähigkeit aus, sondern unterstützt auch zentrale Funktionen in der neurologischen Rehabilitation:
Förderung von Beweglichkeit und Muskelaktivität
Unterstützung von Atmung und Verdauung
Stabilisierung von Rumpf- und Kopfkontrolle
Vorbeugung sekundärer Komplikationen, z. B. im Hüftbereich
Medizinischer und funktioneller Nutzen
Das robotikgestützte Gangtraining kann zu messbaren Fortschritten in der motorischen Entwicklung beitragen, u.a.:
Verbesserung der funktionellen Mobilität
Kraftzuwachs als Grundlage weiterer Therapieschritte
Reduktion von Spastiken
Die aufrechte Position ermöglicht den Kindern Bewegungserfahrungen auf Augenhöhe und unterstützt Wahrnehmung, Orientierung und Teilhabe im Alltag.
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