Laufbandtraining
Das Laufbandtraining ist ein wichtiger Bestandteil der physiotherapeutischen Gangrehabilitation – insbesondere bei Patienten mit zentralen Lähmungen (Paresen).
Physiotherapeutische Gangrehabilitation
Das Laufbandtraining unterstützt Rehabilitandinnen und Rehabilitanden mit neurologisch bedingten Gangstörungen dabei, ein physiologisches Gangmuster zu erlernen oder wiederzuerlangen – auf wissenschaftlicher Grundlage und unter therapeutischer Anleitung.
Es basiert auf der Erkenntnis, dass bestimmte neuronale Strukturen im Rückenmark und Hirnstamm – sogenannte Lokomotionsgeneratoren – in der Lage sind, die zum Gehen notwendigen Muskeln koordiniert zu aktivieren.
Gesichertes Training mit Teilentlastung
Während des Trainings sind die Patienten durch ein spezielles Gurtsystem (Fallschirmgurt) gesichert. Dieser ermöglicht eine vollständige oder teilweise Entlastung des Körpergewichts und sorgt zugleich für Sicherheit bei der Bewegung – ohne Sturzrisiko.
Individuelle Anpassung
Die Schrittfrequenz und Ganggeschwindigkeit werden individuell an die Fähigkeiten des Patienten angepasst. Im Sinne des motorischen Lernens erfolgt eine kontinuierliche Steigerung der Anforderungen (Shaping), um gezielt Fortschritte zu fördern.
Notwendige Voraussetzungen
Damit das Laufbandtraining sinnvoll und sicher durchgeführt werden kann, sind bestimmte körperliche und kognitive Voraussetzungen erforderlich:
Sitzfähigkeit
Passive Extensionsfähigkeit der Hüftgelenke
Grundlegendes Situationsverständnis
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