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Pflegerische Begleitung neurologische Rehaphase B
Die Rehabilitation im Hegau-Jugendwerk kann dann beginnen, wenn akute chirurgische oder neurochirurgische Behandlungen abgeschlossen sind und der Patient medizinisch stabil genug für erste rehabilitative Maßnahmen ist.
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Frührehabilitation mit Beatmungsmöglichkeit
Die Aufnahme kann direkt auf unserer neurologischen Frührehabilitation (Phase B) (mit 12 Betten) erfolgen. In dieser sensiblen Phase sind unsere Pflegefachkräfte rund um die Uhr präsent und übernehmen zentrale Aufgaben in der medizinisch-therapeutischen Versorgung, auch bei beatmungspflichtigen Patienten.
Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der Versorgung von Patienten mit Trachealkanülen. Unser teilhabeorientiertes Trachealkanülenmanagement nach dem Gailinger Konzept (Aero-Digestiv-Trakt-Therapie) mit konsequenter Rachenbelüftung verbessert Kommunikation, Schluckfunktion und Lebensqualität nachhaltig.
Förderung von Wahrnehmung, Bewegung und Kommunikation
Nach einem schweren neurologischen Ereignis – beispielsweise einem Schädel-Hirn-Trauma oder einer anderen Form von Hirnschaden – liegt der Fokus unserer pflegerischen Arbeit auf der Förderung von Wahrnehmung, Bewegung und Kommunikation. Unsere Pflegekräfte begleiten die schwerstbetroffenen Kinder und Jugendliche aufmerksam, fördern ihre Selbstwahrnehmung und unterstützen sie dabei, erste Kontakt- und Reaktionsmöglichkeiten zu entwickeln.
Therapeutische Pflege mit Konzept
Auch außerhalb der Therapiezeiten ist jede Pflegehandlung Teil des therapeutischen Prozesses.
Durch die Konzepte Basale Stimulation®, Kinaesthetics und Lagerung in Neutralstellung (LiN) führen unsere Pflegenden die Behandlung gezielt fort und gestalten den Alltag bewusst fördernd.
Jeder Kontakt mit dem Patienten – sei er verbal oder nonverbal, durch Berührung oder Bewegung – wird genutzt, um Wahrnehmung, Vertrauen und Motivation zu stärken. So wird Pflege zu einem aktiven Lern- und Entwicklungsprozess, der die Selbstwahrnehmung und Eigenaktivität unserer Patienten fördert.
Zentrale Aufgaben und Rehabilitationsziele
Fördern der Wahrnehmung, Bewegung und Kommunikation
Verbesserung des Bewusstseinszustandes
Aufbau basaler Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit
Früherkennung, Vermeidung und Behandlung von Komplikationen (z. B. Thrombose, Dekubitus, Kontrakturen, erhöhter Hirndruck)
Stabilisierung vegetativer Funktionen, insbesondere des Schlaf-Wach-Rhythmus
Anbahnen physiologischer Funktionen Schlucken, Nahrungsaufnahme und Ausscheidung
Beatmungsentwöhnung (Weaning), sofern medizinisch möglich
Hilfestellung bei der Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr
Normalisierung des Muskeltonus und gezielte Mobilisation
Anleitung und Unterstützen bei der Selbsthilfe (z. B. Körperpflege, An- und Auskleiden, Esstraining, Inkontinenzversorgung und Kontinenztraining)
Entwicklungsförderung auf Grundlage von Basaler Stimulation® und Kinaesthetics
Psychische und emotionale Begleitung
Gespräche mit Patienten und Angehörigen
Diese pflegerischen Schwerpunkte bilden eine wichtige Grundlage für den interdisziplinären Therapieerfolg in der neurologischen Rehabilitation. Sie helfen unseren Patienten, sich Schritt für Schritt neue Fähigkeiten zu erschließen – oft gemeinsam mit ihren begleitenden Angehörigen.
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