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Regelschulgruppen
Lehrplanorientierter Unterricht für Rehabilitandinnen und Rehabilitanden in Primar- und Sekundarstufe – individuell angepasst an die neurologische Rehabilitation.
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Lehrplanorientierter Unterricht in Kleingruppen
Die Regelschulgruppen der Wilhelm-Bläsig-Schule ermöglichen Rehabilitandinnen und Rehabilitanden der Primar- und Sekundarstufe einen Unterricht, der sich eng an den Bildungsplänen orientiert und gleichzeitig die besonderen Bedingungen einer neurologischen Rehabilitation berücksichtigt. Kleine Lerngruppen, individuelle Anpassungen und flexible Unterrichtsformen unterstützen die jungen Menschen dabei, schulische Kompetenzen zu erhalten, wiederzugewinnen oder auszubauen.
Regelschulgruppen Primar- und Orientierungsstufe (Klassen 1 – 6)
Die Klassenstufen 1/3 sowie 4/6 werden jeweils in einer Lerngruppe zusammengefasst. Der Unterricht findet lehrplanorientiert in Kleingruppen mit bis zu zehn Rehabilitandinnen und Rehabilitanden statt. Dabei sind die Klassen 5/6 schulartunabhängige Orientierungsstufen.
Der Grundschulunterricht zeichnet sich durch häufige Wechsel der Arbeitsphasen aus. Differenziertes Übungs- und Lernmaterial, vielfältige Freiarbeitsangebote sowie der Einsatz von assistiven Hilfen ermöglichen eine individuelle Ansprache auf kognitiver und emotionaler Ebene.
Der tägliche zweistündige Kernunterricht umfasst Deutsch und Mathematik. Zur Vorbereitung auf die Rückkehr an die Heimatschule werden zudem Sozialkompetenzen und Arbeitsverhalten gezielt eingeübt. Bei Bedarf unterstützt eine Unterrichtshilfe Rehabilitandinnen und Rehabilitanden mit noch eingeschränkter Gruppenfähigkeit – ohne den Anschluss an die Gruppe zu verlieren.
Weitere Maßnahmen der Primarstufe:
gezielte Förderung individueller Defizite
punktuelle Arbeit mit den Schulbüchern der Heimatschule (nach Stoffverteilungsplan)
Hausaufgaben nach Bedarf und Absprache
Wenn das prämorbide Leistungsniveau nicht vollständig erreicht werden kann, unterstützt die Schule bei der Entwicklung einer tragfähigen Schulperspektive.
Regelschulgruppen Sekundarstufe (Klassen 7 – 10/Oberstufe)
Rehabilitandinnen und Rehabilitanden, die die Grundschule bereits abgeschlossen haben, werden nach Feststellung ihres Leistungs- und Kenntnisstands in die passenden Lerngruppen der Sekundarstufe eingeteilt – vorausgesetzt, die Gruppenfähigkeit ist gegeben.
Bei besonderen Lernvoraussetzungen oder neuropsychologischen Beeinträchtigungen erfolgt ergänzend Förderunterricht. Im Hauptschulbereich findet dieser häufig binnendifferenziert innerhalb der Regelschulgruppe statt.
Der Unterricht umfasst die Kernfächer:
Deutsch
Mathematik
Englisch und/oder Französisch
Struktur der Sekundarstufe:
Ab Klasse 7 Aufteilung in Hauptschul- sowie Realschul-/Gymnasialgruppen
Oberstufengruppe für ältere Schülerinnen und Schüler sowie Studierende
Die Lernumgebung ist geprägt durch:
lehrplanorientierten Unterricht
vielfältige didaktische Materialien
Kleingruppen mit durchschnittlich sechs Rehabilitandinnen und Rehabilitanden
wechselnde Unterrichtsformen (Gruppen-, Partner- und Einzelarbeit)
begleitende Rückmeldungen und Differenzierung im "Lehrertandem"
Neurowissenschaftliche Erkenntnisse fließen in die Gestaltung der Lernprozesse ein. Die jungen Menschen können in einer positiven, druckfreien Lernatmosphäre individuell arbeiten und Fortschritte erzielen.
Zum Abschluss der Rehabilitation erhalten Eltern und Heimatschule einen detaillierten Bericht mit Informationen zu Lerninhalten, Kompetenzen, Fortschritten und Empfehlungen für die weitere schulische Entwicklung sowie notwendige Hilfsmittel.
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