Erkrankungen von Gehirn und Nervensystem

Im Hegau-Jugendwerk Gailingen, einem neurologischen Krankenhaus und Rehazentrum, behandeln wir Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Erkrankungen und Schädigungen von Gehirn und Nervensystem. Unsere neurologische Rehabilitation unterstützt sie dabei, individuelle Fähigkeiten weiterzuentwickeln, die Selbstständigkeit im Alltag zu stärken und größtmögliche Teilhabe in Familie, Schule, Ausbildung und sozialem Leben zu ermöglichen.

Junge Rehabilitandin trainiert gemeinsam mit einer Physiotherapeutin die Handfunktion im Rahmen der neurologischen Rehabilitation im Hegau-Jugendwerk.

Individuelle Förderung motorischer Fähigkeiten in der neurologischen Rehabilitation - Hegau-Jugendwerk

Neurologische Rehabilitation bei Erkrankungen von Gehirn und Nervensystem

Erkrankungen und Schädigungen von Gehirn und Nervensystem können sich sehr unterschiedlich auswirken. Je nach Ursache, Schweregrad und betroffenem Bereich können motorische, kognitive und verhaltensbezogene Fähigkeiten beeinträchtigt sein.

Im Hegau-Jugendwerk Gailingen behandeln wir junge Rehabilitandinnen und Rehabilitanden in verschiedenen Rehabilitationsphasen – von der neurologischen Frührehabilitation bis zur weiterführenden Rehabilitation, entsprechend den Phasen B bis E. Dabei berücksichtigen wir auch das Alter, die persönliche Lebenssituation und die jeweilige Entwicklungsphase.

Die Behandlung erfolgt durch ein interdisziplinäres Team aus Medizin, Therapie, Pflege, Pädagogik und weiteren Fachbereichen. Gemeinsam werden individuelle Ziele entwickelt, um vorhandene Fähigkeiten zu stärken, Funktionen zu verbessern und eine größtmögliche Teilhabe am Alltag zu erreichen.

Krankheitsbilder im Überblick

Im Folgenden finden Sie weiterführende Informationen zu neurologischen Krankheitsbildern von Gehirn und Nervensystem, die wir im Hegau-Jugendwerk behandeln. Die genannten Krankheitsbilder geben einen Einblick in unser neurologisches Behandlungsspektrum.

Bei Fragen zu weiteren Erkrankungen oder zur Aufnahme in die Rehabilitation beraten wir Sie gerne.

Eine Schädel-Hirnverletzung entsteht durch äußere Gewalteinwirkung auf den Kopf, zum Beispiel infolge eines Unfalls oder Sturzes. Je nach Schweregrad kann sie unterschiedliche Beeinträchtigungen von Bewegung, Sprache, Wahrnehmung oder Verhalten verursachen.

Im Alltag wirken sich insbesondere Störungen der Aufmerksamkeit und der Handlungsplanung oft ungünstig auf die weitere schulische oder berufliche Entwicklung aus.

In der neurologischen Rehabilitation unterstützen wir betroffene Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene dabei, diese häufig übersehenen Störungen zu erkennen, verlorene Fähigkeiten wiederzuerlangen und neue Strategien für den Alltag zu entwickeln.

Hirntumoren und ihre Behandlung können vielfältige Auswirkungen auf körperliche und kognitive Funktionen haben. Dazu gehören unter anderem Einschränkungen des Gleichgewichts und anderer motorischer Funktionen sowie Einschränkungen von Sehvermögen, Konzentration oder Sprache. In der Rehabilitation begleiten wir die jungen Menschen individuell und fördern gezielt ihre Entwicklung und Teilhabe im Alltag.

Dabei ist uns der Austausch mit der vorbehandelnden Klinik wichtig, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden, zum Beispiel bei einem Shunt, oder Unterbrechungen aufgrund der Fortsetzung einer Chemotherapie abzustimmen.

Epilepsie ist eine neurologische Störung mit ganz unterschiedlichen Ausprägungen – von Absencen über motorische und nichtmotorische Anfallsereignisse bis hin zu generalisierten tonisch-klonischen Anfällen (Grand Mal). Oft ist diese Erkrankung auch mit Ängsten verbunden. Zudem geht die Thematik von Epilepsien im Kindes- und Jugendalter nicht selten über die reinen Anfälle hinaus. Neben Teilleistungsstörungen und Schwierigkeiten bei Konzentration und Aufmerksamkeit kann das Leben der Betroffenen auch durch Einschränkungen im Alltag und bei der Berufswahl beeinflusst werden.

Ziel der Rehabilitation ist es, Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung zu gewinnen und die Selbstständigkeit im Alltag zu stärken.

Entzündungen des Gehirns können beispielsweise durch Viren, seltener durch Bakterien, jedoch häufig durch fehlgeleitete Reaktionen des Immunsystems (Autoimmunerkrankungen) entstehen. Akut führen sie oftmals zu schweren neurologischen Beeinträchtigungen, etwa zu Orientierungsstörungen, Gedächtnisproblemen, Bewusstseinsveränderungen oder epileptischen Anfällen.

Nach der Akutbehandlung kann die neurologische Rehabilitation im Hegau-Jugendwerk dabei unterstützen, anhaltende Beschwerden zu behandeln und beeinträchtigte Funktionen wieder zu verbessern. Dazu zählen zum Beispiel Orientierung, Merkfähigkeit sowie der sichere Umgang mit epileptischen Anfällen.

Auch Kinder und Jugendliche können einen Schlaganfall erleiden. Dabei kommt es zu einer plötzlichen Durchblutungsstörung im Gehirn, die zu neurologischen Ausfällen führt. Welche Funktionen betroffen sind, hängt davon ab, welcher Bereich des Gehirns geschädigt wurde.

Mögliche Folgen sind unter anderem Beeinträchtigungen der motorischen Funktionen, der Sprache, der Wahrnehmung, der Konzentration oder des Verhaltens.

In der neurologischen Rehabilitation im Hegau-Jugendwerk unterstützen wir Kinder und Jugendliche dabei, beeinträchtigte Funktionen bestmöglich zu fördern, vorhandene Fähigkeiten zu stärken und mehr Teilhabe im Alltag zu ermöglichen.

Ein Schütteltrauma entsteht durch heftiges Schütteln eines Säuglings oder Kleinkindes und kann zu schweren Hirnschädigungen führen. Häufig sind motorische, kognitive und sensorische Funktionen betroffen. In der Rehabilitation begleiten wir die betroffenen Kinder intensiv und unterstützen sie sowie ihre Familien im Umgang mit den langfristigen Folgen.

Ein Sauerstoffmangel im Gehirn kann beispielsweise durch Komplikationen bei der Geburt (siehe auch Cerebralparese), durch Ertrinkungsunfälle oder durch Erkrankungen entstehen, die im Jugendalter zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand führen, etwa unerkannte Herzrhythmusstörungen.

Die Folgen können sehr unterschiedlich sein. Im motorischen Bereich reichen sie von einem fehlenden Zugriff auf die Körpermotorik bis zu leichten Gleichgewichtsstörungen. Im kognitiven und mentalen Bereich können fehlende Kontaktfähigkeit, Lern- und Merkfähigkeitsprobleme oder eine verminderte Belastbarkeit auftreten.

Ziel der neurologischen Rehabilitation im Hegau-Jugendwerk ist es, abhängig von der Schwere der Beeinträchtigung zunächst Kontaktfähigkeit herzustellen, Willkürmotorik anzubahnen, vorhandene Fähigkeiten zu fördern und die weitere Entwicklung bestmöglich zu unterstützen.

Cerebralparesen entstehen vor, während oder kurz nach der Geburt. Sie sind häufig die Folge einer Frühgeburtlichkeit oder eines Schlaganfalls vor der Geburt.

Die motorischen Auswirkungen sind oftmals am deutlichsten sichtbar. Viele Kinder haben Schwierigkeiten beim Erlernen von Bewegungsabläufen, beim Laufen oder zeigen ein auffälliges Gangbild. Auch die Handfunktion kann beeinträchtigt sein. Darüber hinaus können sprachliche Auffälligkeiten, Wahrnehmungsstörungen oder Beeinträchtigungen der Lernentwicklung auftreten, die sich auf die schulische Entwicklung auswirken.

In der neurologischen Rehabilitation im Hegau-Jugendwerk fördern wir die individuellen Fähigkeiten der Kinder und unterstützen sie sowie ihre Familien im Umgang mit den alltagsrelevanten und langfristigen Folgen einer Cerebralparese.

Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die auch bei Kindern und Jugendlichen auftreten kann. Der Verlauf ist individuell sehr unterschiedlich und kann mit wiederkehrenden Krankheitsschüben verbunden sein.

Mögliche Symptome sind unter anderem Bewegungsstörungen, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Sensibilitätsstörungen oder Sehstörungen. Die Beschwerden können sich auf Alltag, Schule, Ausbildung und soziale Teilhabe auswirken.

In der neurologischen Rehabilitation im Hegau-Jugendwerk unterstützen wir Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene dabei, mit den Folgen der Erkrankung umzugehen, vorhandene Fähigkeiten zu stärken und die Selbstständigkeit im Alltag möglichst zu erhalten.

Kontakt

Hegau-Jugendwerk Gailingen

Chefarztsekretariat
Dr. med. Axel Galler
Dr.-medic/IM Temeschburg Christine Schweikle

Sabrina Barton
Tel. 07734 939-341
Fax: 07734 939-277
E-Mail

Hegau-Jugendwerk
Tel. 07734 939-0
E-Mail

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