Anschlussrehabilitation (Phase D)

Die medizinische Rehabilitation in Phase D – auch Anschlussheilbehandlung (AHB) oder Anschlussrehabilitation genannt – richtet sich an Rehabilitandinnen und Rehabilitanden, die ihren Alltag bereits weitgehend selbstständig bewältigen können. Im Mittelpunkt stehen die weitere Förderung der Selbstständigkeit sowie die Vorbereitung auf die Rückkehr in Schule, Ausbildung, Beruf und soziales Umfeld.

Als anerkannte Einrichtung der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MboR) und der medizinisch-beruflichen Rehabilitation (MbR) unterstützt das Hegau-Jugendwerk Jugendliche und junge Erwachsene dabei, gesundheitliche, schulische und berufliche Perspektiven frühzeitig miteinander zu verbinden.

Ein Lehrer der Wilhelm-Bläsig-Schule unterrichtet drei Rehabilitanden im Klassenraum und trägt Formeln in eine Tabelle ein

Schritt für Schritt zurück in Schule, Ausbildung und Alltag - Hegau-Jugendwerk

Ziele und Schwerpunkte der Phase D

Ziel der Phase D ist es, die im bisherigen Rehabilitationsverlauf erreichten Fortschritte zu festigen und die Voraussetzungen für eine möglichst selbstständige Lebensführung zu schaffen.

Neben der weiteren Förderung motorischer, kognitiver und kommunikativer Fähigkeiten stehen die schulische, berufliche und soziale Wiedereingliederung im Mittelpunkt. Bestehende Perspektiven werden aufgegriffen und weiterentwickelt, bei Bedarf werden gemeinsam neue Wege für Schule, Ausbildung oder Beruf erarbeitet.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Übertragung der in Therapie und Pflege erarbeiteten Fähigkeiten in den Alltag sowie auf der Vorbereitung auf die Anforderungen eines möglichst selbstbestimmten Lebens.


Medizinische, pflegerische, therapeutische und pädagogische Versorgung
Die Leistungen der Phase D umfassen unter anderem:

  • Fachärztliche neurologische Behandlung und Begleitung

  • Neuropsychologisches Training zur Verbesserung von Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Belastbarkeit

  • Förderung motorischer Fähigkeiten und selbstständiger Mobilität

  • Ergotherapeutische Maßnahmen mit Alltags- und Teilhabebezug

  • Logopädische Therapie bei Sprach-, Sprech- und Kommunikationsstörungen

  • Pflegerische Begleitung mit Fokus auf Eigenverantwortung und Selbstständigkeit

  • Psychologische Unterstützung bei der Verarbeitung von Krankheits- oder Unfallfolgen

  • Sozialpädagogische Beratung und Begleitung

  • Hilfsmittelversorgung und Hilfsmitteltraining

  • Beratung, Anleitung und Einbeziehung der Angehörigen

  • Unterstützung bei schulischen, beruflichen und sozialrechtlichen Fragestellungen


Die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden übernehmen dabei zunehmend Verantwortung für ihren Alltag und werden gezielt auf die Anforderungen in Schule, Ausbildung, Beruf und Freizeit vorbereitet.


Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MboR)
Die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MboR) erweitert die klassische medizinische Rehabilitation um einen gezielten Blick auf Beruf, Arbeitsfähigkeit und Teilhabe am Arbeitsleben. Ziel ist es, berufliche Herausforderungen frühzeitig zu erkennen, die individuelle Belastbarkeit einzuschätzen und Perspektiven für die Rückkehr in das Arbeitsleben zu entwickeln.

Dabei werden die gesundheitlichen Anforderungen des bisherigen oder angestrebten beruflichen Umfelds in die Rehabilitation einbezogen. Therapeutische, pädagogische und berufsorientierende Maßnahmen greifen eng ineinander und unterstützen die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden dabei, vorhandene Fähigkeiten weiterzuentwickeln, Sicherheit im Hinblick auf berufliche Anforderungen zu gewinnen und einer drohenden Einschränkung der Erwerbsfähigkeit möglichst entgegenzuwirken.

Die MboR ist damit ein wichtiger Baustein auf dem Weg zurück in Beruf, Arbeitsleben und gesellschaftliche Teilhabe.



Interdisziplinär und teilhabeorientiert
Alle Maßnahmen in Phase D werden von einem interdisziplinären Team aus Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten, Pflegekräften, Pädagoginnen und Pädagogen sowie dem Sozialdienst begleitet.

Die Rehabilitation orientiert sich an den individuellen Lebenszielen, persönlichen Ressourcen und den Anforderungen eines möglichst selbstbestimmten Lebens. Ziel ist eine nachhaltige Teilhabe in Alltag, Schule, Ausbildung, Beruf und Gesellschaft.

Kontakt

Hegau-Jugendwerk Gailingen

Ärztliches Sekretariat
Haus B, C und K

Tel. 07734 930-445 od. - 337
Fax: 07734 939-277
E-Mail

Hegau-Jugendwerk
Tel. 07734 939-0
E-Mail

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