Wilhelm-Bläsig-Schule

Die Wilhelm-Bläsig-Schule am Hegau-Jugendwerk begleitet Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene während ihrer neurologischen Rehabilitation mit individueller, sonderpädagogischer Förderung. Als staatlich anerkanntes Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) schaffen wir eine pädagogische Struktur, die Lernwege stabilisiert, neue Kompetenzen stärkt und den Übergang in Kindergarten, Schule oder Beruf gezielt vorbereitet – in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit allen medizinischen und therapeutischen Fachbereichen.

Ausschnitte aus dem schulischen Alltag der Klinikschule im Hegau-Jugendwerk – ein collageartiger Überblick mit Lern- und Unterrichtssituationen

Klinikschule, staatlich anerkanntes Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum - Hegau-Jugendwerk

Schulische Bildung während der neurologischen Rehabilitation

Die Wilhelm-Bläsig-Schule ist ein staatlich anerkanntes Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit einem angegliederten Schulkindergarten mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung. Unsere Schülerinnen und Schüler sind Rehabilitandinnen und Rehabilitanden des Hegau-Jugendwerks, die sich aufgrund ihrer neurologischen Erkrankung in einer besonderen Lebenssituation befinden.

Neurologische Beeinträchtigungen führen häufig zu Brüchen in der bisherigen Bildungsbiografie – zu veränderten Lernvoraussetzungen, erschöpften Ressourcen oder veränderten motorischen, sprachlichen und neuropsychologischen Kompetenzen. Unsere Aufgabe ist es, diese Situation sensibel aufzugreifen und jungen Menschen eine schulische Perspektive zu ermöglichen, die ihrer aktuellen Leistungsfähigkeit entspricht.


Pädagogik in der neurologischen Rehabilitation
Unsere pädagogische Arbeit ist fester Bestandteil des interdisziplinären Rehabilitationskonzepts des Hegau-Jugendwerks.

Mit einem ganzjährigen Unterrichtsangebot – unabhängig von Ferienzeiten – schaffen wir Kontinuität und Struktur.

Ziel der schulischen Rehabilitation ist es, Lernwege zu stabilisieren, neue Kompetenzen aufzubauen und eine tragfähige Perspektive für die spätere Teilhabe in Kindergarten, Schule, Ausbildung oder Beruf zu ermöglichen.


Besondere Schülerinnen und Schüler – besondere Förderung
Rund 160 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene besuchen jährlich die Wilhelm-Bläsig-Schule.

Unsere Förderung berücksichtigt:

  • Veränderungen durch die neurologische Erkrankung

  • Auswirkungen auf Motorik, Sprache, Wahrnehmung und neuropsychologische Funktionen

  • Lern- und Arbeitsverhalten

  • psycho-emotionale Befindlichkeit und Sozialverhalten


Ziel ist eine ganzheitliche Begleitung auf dem Weg in alte und neue Bildungsperspektiven.

Pädagogik in der neurologischen Rehabilitation
Unsere pädagogische Arbeit ist fester Bestandteil des interdisziplinären Rehabilitationskonzepts des Hegau-Jugendwerks.

Mit einem ganzjährigen Unterrichtsangebot – unabhängig von Ferienzeiten – schaffen wir Kontinuität und Struktur.

Ziel der schulischen Rehabilitation ist es, Lernwege zu stabilisieren, neue Kompetenzen aufzubauen und eine tragfähige Perspektive für die spätere Teilhabe in Kindergarten, Schule, Ausbildung oder Beruf zu ermöglichen.


Besondere Schülerinnen und Schüler – besondere Förderung
Rund 160 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene besuchen jährlich die Wilhelm-Bläsig-Schule.

Unsere Förderung berücksichtigt:

  • Veränderungen durch die neurologische Erkrankung

  • Auswirkungen auf Motorik, Sprache, Wahrnehmung und neuropsychologische Funktionen

  • Lern- und Arbeitsverhalten

  • psycho-emotionale Befindlichkeit und Sozialverhalten


Ziel ist eine ganzheitliche Begleitung auf dem Weg in alte und neue Bildungsperspektiven.

Organigramm Wilhelm-Bläsig-Schule, Klinikschule des Hegau-Jugendwerks Gailingen.

Organigramm Wilhelm-Bläsig-Schule - Hegau-Jugendwerk

Schwerpunkte unserer schulischen Rehabilitation

Unsere pädagogische Arbeit stützt sich auf vier zentrale Schwerpunkte, die wir eng mit dem medizinischen und therapeutischen Bereich abstimmen. Im Folgenden stellen wir diese vor:

Der pädagogische Auftrag der Wilhelm-Bläsig-Schule besteht darin, mit gezielten pädagogischen Maßnahmen den Beeinträchtigungen des „Lernorgans Gehirn“ und ihren vielfältigen Folgen zu begegnen. Unsere Konzeption ist seit der Gründung des Hegau-Jugendwerks eng mit den medizinischen und therapeutischen Fachbereichen verknüpft und orientiert sich am individuellen Förderbedarf jeder Rehabilitandin und jedes Rehabilitanden.

Zentrales Ziel ist es, junge Menschen wieder an ihre schulischen Kompetenzen heranzuführen und sie umfassend auf die Rückkehr in den schulischen Alltag vorzubereiten. Dabei stützen wir uns auf bewährte Ansätze der Pädagogik, Sonderpädagogik und Heilpädagogik, die den Menschen ganzheitlich in den Blick nehmen.

Im Kontext der aktuellen Inklusionsdebatte leisten wir einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe und Aktivität von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit erworbenen oder bestehenden Hirnschädigungen.


Die Pädagogik der Wilhelm-Bläsig-Schule basiert auf zwei Grundprinzipien:

Individualisierte Förderung
Jeder Rehabilitand erfährt eine individualisierte Förderung, die auf schulische und interdisziplinäre Diagnostik sowie den bestehenden Rehabilitationszielen basiert. Wenn der Lernstand es zulässt, beziehen wir Inhalte der Heimatschule mit ein – in enger Kooperation mit der jeweiligen Einrichtung.

Aufbau einer vertrauensvollen pädagogischen Beziehung
Viele unserer Rehabilitandinnen und Rehabilitanden befinden sich in einer besonderen Belastungssituation. Eine stabile, wertschätzende Beziehung ist daher die Grundlage jeder Förderung. Neurowissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass positive Erfahrungen, Sicherheit und emotionale Unterstützung entscheidend für nachhaltiges Lernen sind.

Die schulische Diagnostik an der Wilhelm-Bläsig-Schule ist kompetenzorientiert: Sie identifiziert vorhandene Fähigkeiten, Entwicklungspotenziale und notwendige Unterstützungsmaßnahmen – nicht Defizite.

Nach der Aufnahme erfolgt zeitnah eine Schulvorstellung bei der Schulleitung. Auf Grundlage eines persönlichen Gesprächs, des Ersteindrucks und der Sichtung aller relevanten Unterlagen wird die Eingruppierung in das passende Bildungsangebot vorgenommen. Dabei spielen die medizinisch-therapeutische Gesamtdiagnose und die daraus abgeleiteten Rehabilitationsziele eine zentrale Rolle. Entsprechend kann die schulische Förderung – eingebettet in das gesamte Therapieangebot – zwischen wenigen Unterrichtsstunden und bis zu 15 Wochenstunden variieren.

Grundlage der individuellen Förderung ist das Zusammenspiel schulischer und interdisziplinärer Diagnostik.

Diese berücksichtigt Veränderungen durch die neurologische Erkrankung in den Bereichen:

  • Bildungsniveau

  • Lern- und Arbeitsverhalten (geprägt durch neuropsychologische, motorische, sprachliche oder wahrnehmungsbezogene Faktoren)

  • Sozialverhalten

  • Motivation, Selbstbild und psycho-emotionale Befindlichkeit


Bei vielen Rehabilitandinnen und Rehabilitanden liegen unterschiedlich ausgeprägte neuropsychologische Teilleistungsstörungen vor, die vorrangig vom psychologischen Dienst diagnostiziert werden. Ein Schwerpunkt der schulischen Diagnostik besteht darin, die Auswirkungen dieser Störungen auf das schulische Lernen und Arbeiten zu erkennen und zielgerichtet in der Förderung zu berücksichtigen. Gespräch und systematische Verhaltensbeobachtung sind dabei zentrale diagnostische Methoden.


Ein weiterer wichtiger diagnostischer Begriff ist die Gruppenfähigkeit, die den individuellen Bedarf an pädagogischer Unterstützung beschreibt. Je geringer die Gruppenfähigkeit, desto intensiver erfolgt die Förderung in Einzel- oder Kleinstgruppen.

Zur Feststellung des schulischen Leistungsvermögens nutzen wir:

  • individualisierte Aufgaben

  • spezifische Schulleistungstests

  • Orientierung an Bildungsplänen

  • Vergleichsarbeiten oder Schulabschlusstests

Auf Grundlage einer umfassenden diagnostischen Eingangsphase erhält jede Rehabilitandin und jeder Rehabilitand ein Unterrichtsangebot, das individuell auf die Lern- und Entwicklungsbedürfnisse abgestimmt ist.

Nicht frühere Bildungsinhalte stehen dabei im Vordergrund, sondern die unmittelbaren Folgen der neurologischen Erkrankung und die Frage, welche Rahmenbedingungen den nächsten Entwicklungsschritt ermöglichen.


Zentrale Elemente der individualisierten Förderung sind:

  • Aufbau eines stabilen, motivierenden Lernklimas

  • enge persönliche Begleitung und kooperative Zielgespräche

  • gezielte Rückmeldungen, Ermutigung und Stärkung der Selbstwahrnehmung

  • Förderung von Eigenaktivität und größtmöglicher Selbstständigkeit

  • Ausgleich zwischen optimaler Unterstützung und angemessener Forderung



Unsere Lehrkräfte gestalten die Lernumgebung flexibel und passen sie dem aktuellen Entwicklungsstand an. Dies erfordert sowohl Empathie und Einfühlungsvermögen als auch Klarheit und Konsequenz.

Da die Auswirkungen neurologischer Erkrankungen stark variieren – von schwersten Beeinträchtigungen bis hin zu einzelnen Teilleistungsstörungen – wird die Förderung laufend an die gesamttherapeutische Situation angepasst und mit den anderen Fachbereichen abgestimmt.

Die schulische Rehabilitation verfolgt an der Wilhelm-Bläsig-Schule zwei zentrale Ziele:

1. Rückführung zu früheren schulischen und persönlichen Kompetenzen
Durch individualisierte, differenzierte Förderung unterstützen wir Rehabilitandinnen und Rehabilitanden dabei, nach der Akutphase möglichst nah an ihre früheren Fähigkeiten anzuknüpfen. Freude am Lernen, Akzeptanz von Schwächen und der Blick auf vorhandene Stärken fördern Selbstvertrauen und Motivation.


2. Vorbereitung auf den nächsten Bildungsweg
Als Bindeglied zu Schulen in ganz Deutschland begleiten wir den Übergang in ein geeignetes vorschulisches, schulisches oder berufliches Umfeld. Dies kann die Heimatschule oder – je nach Therapie- und Entwicklungsverlauf – eine besonders geeignete oder geschützte Einrichtung sein.

Die Schulleitung entwickelt gemeinsam mit Eltern, aufnehmenden Schulen, Schulämtern und dem interdisziplinären Team ein passendes Wiedereingliederungskonzept. Besonders bei zusätzlichem pädagogischem oder sonderpädagogischem Förderbedarf sind intensive Abschlussgespräche wichtig.

Im abschließenden Schulbericht werden Unterrichtsinhalte, Entwicklungsfortschritte sowie das Lern- und Arbeitsverhalten dokumentiert. Er enthält zudem Empfehlungen zu weiterführenden Fördermaßnahmen und Unterstützungsbedarfen.


Unsere Maßnahmen zur Wiedereingliederung orientiert sich an aktuellen bildungs-, gesundheits- und gesellschaftspolitischen Leitlinien – u. a. an der UN-Menschenrechtscharta, der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit (ICF) und den Anforderungen einer inklusiven Bildungslandschaft.

Für die Einschätzung des Förderbedarfs, die Planung der Wiedereingliederung und die Beratung von Eltern und Schulen nutzen wir themenspezifische Handreichungen, die typische Folgen neurologischer Erkrankungen im Lern- und Entwicklungsprozess beschreiben.

Dazu gehören u. a.:
Hinweis: Die folgenden PDF-Dokumente sind nicht barrierefrei.

Leistungen

Besondere Angebote der Wilhelm-Bläsig-Schule

Die Wilhelm-Bläsig-Schule bietet für alle Altersstufen und Bildungsniveaus eine individuell angepasste schulische Förderung, die mit den Bildungsvorgaben aller Bundesländer abgestimmt ist. In Anlehnung an die Rehabilitationsphasen des Hegau-Jugendwerks haben sich vielfältige Bildungsangebote entwickelt, die sich konsequent an den jeweiligen Lernvoraussetzungen und Rehabilitationszielen der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden orientieren.

„Unterricht“ findet je nach Bedarf im Schulkindergarten, am Krankenhausbett oder in den Räumen der Krankenhausschule statt. Klassische Klassenstrukturen werden zugunsten flexibler und durchlässiger Fördersettings bewusst aufgelöst. Die pädagogische Förderung ist eng in den Gesamttherapieplan eingebunden und variiert in Umfang und Ausrichtung je nach aktueller Rehabilitationsphase.

Folgend finden Sie unsere Förderangebote in den Bereichen Schulkindergarten, Förderung in der Frühphase der Rehabilitation, sonderpädagogische Bildungsangebote, Förderunterricht, Regelschulgruppen in Primar- und Sekundarstufe, Berufsschulgruppen sowie ergänzende Zusatzangebote.

Kontakt

Hegau-Jugendwerk Gailingen

Sekretariat Wilhelm-Bläsig-Schule
Martina Kemper-Lack

Tel. 07734 930--362
Fax: 07734 939-366
E-Mail


Hegau-Jugendwerk
Tel. 07734 939-0
E-Mail

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